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Technik im Detail

 

Die Hackschnitzel erzeugen wir überwiegend selber mit unserem Eschlböck Biber 7 Hacker mit Iveco Aufbaumotor, den wir an unsere Bedürfnisse angepasst haben. Der verhältnismäßig kleine Hacker ist bestens für die Herstellung von Hackschnitzeln aus Restholz und aus unseren Pappelplantagen geeignet. Der Hacker kann Stämme bis zu einem Durchmesser vom maximal 35cm zu hochwertigen Hackschnitzeln verarbeiten. Die Beschickung des Hackers erfolgt dabei mit unserem 6to Mobilbagger. Größere Stämme können wir mit dem angebauten Kegelspalter vorspalten und dann ebenfalls hacken. Je nach Ausgangsmaterial werden die Hackschnitzel vor der Trocknung noch gesiebt, um den Feinanteil und somit die Feinstaubbelastung zu verringern. Durch den Einsatz eigener und relativ kleiner Maschinen können wir auch hier unabhängig und umweltfreundlich arbeiten. Falls doch zusätzlich Hackschnitzel benötigt werden, kommen diese selbstverständlich direkt aus unserer Region.

Solare Trocknung

Auf dem Dach der großen Halle mit Heizzentrale ist neben der PV Anlage zur Stromerzeugung eine 40m2 große Solarluftanlage installiert, mit deren Hilfe die Außenluft an sonnigen Tagen auf bis zu 65°C erwärmt werden kann und dann durch ein Gebläse mit zusätzlicher Wärme aus dem Heizraum zur Vortrocknung der frischen Hackschnitzel auf einen Wassergehalt von dann maximal 25% verwendet wird. Durch die Nutzung der Sonnenenergie und der Trocknung direkt vor Ort ist auch hier ein effektiver, unabhängiger und umweltfreundlicher Ablauf sichergestellt.

Brennstoff Lagerräume:

Neben der Heizzentrale ist der große Hackschnitzelbunker mit einer Grundfläche von ca. 6x6m und insgesamt ca. 80-100m3 Lagerkapazität aus dem die Anlagen die benötigten Hackschnitzel durch Förderschnecken und ein Rührwerk fördern. Direkt im Anschluss daran befinden sich die Lagerboxen für den Hackschnitzelvorrat mit einer Gesamtkapazität von ca. 800-1.000m3 Hackschnitzel was in etwa den jeweiligen Jahresbedarf deckt. Am Häckselplatz, der sich vor der Heizzentrale befindet, ist ein großes Freilager für Hackschnitzel und angeliefertes Holz/Restholz sowie Holz aus den Pappelplantagen zur Vortrocknung mit etwa 800m2 vorhanden. Dadurch ist eine ausreichende Lagerkapazität für die nötigen Mengen sichergestellt.

Heizzentrale:

In unsere großen Heizzentrale arbeiten zwei moderne automatisch beschickte und elektronisch geregelten Biomassegroßanlagen mit jeweils bis zu 250KW Spitzenleistung. Die Kessel mit Abgas-optimierter Verbrennungsregelung werden zudem mit elektrostatischen Feinstaubfilteranlagen ausgerüstet. Die Kessel werden je nach benötigter Wärmemenge bedarfsoptimiert vollautomatisch gesteuert und ausgelastet. Sollte ein Kessel ausfallen oder einfach eine Wartung fällig werden, ist der zweite Kessel auch im tiefsten Winter immer in der Lage, eine Grundversorgung aufrecht zu erhalten. Wartungsarbeiten und Reparaturen werden dabei durch uns als Betreiber, unseren Heizungsfachbetrieb und durch die Werkskundendienste mit Notdiensten der Anlagenhersteller gesichert.  

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Verteilung und Pufferspeicher

Von der Heizzentrale kommt das ca. 85°C heiße Wasser durch isolierte Heizleitungen direkt in den anschließenden Verteilerraum und dort in große Wärmepufferspeicher. Die Speicher sorgen zum einen für eine optimale Brenndauer mit wenigen Zündvorgängen und somit eine saubere Verbrennung in der Anlage sowie für eine weitere Absicherung im Notfall. Nach den Pufferspeichern wird das Wasser durch einen großen Verteiler mit jeweiligen gesteuerten Energiesparpumpen und Temperaturregelungen in die unterschiedlichen Zweige der Wärmenetze gespeist.

Verteilung

Wärmeleitungen:

Ein vorisoliertes flexibles Kunststoffrohrsystem mit einem Mediumrohr aus vernetztem und faserverstärktem Polyethylen (PE-Xa) sowie einer PUR Wärmeisolierung wird unterirdisch mindestens 80 cm tief im Erdreich verlegt und jeweils an die Hausübergabestationen angeschlossen. Dieser Werkstoff ist dank seiner physikalischen Eigenschaften ideal für sowohl thermische als auch mechanische Belastungen geeignet. Die Rohre zeichnen sich auch durch eine verbesserte Langlebigkeit aus. Unter den Betriebsbedingungen eines typischen Nahwärmenetzes ergibt sich laut Hersteller eine Betriebsdauer von weit über 50 Jahren.

Hausanschluss/ Übergabestationen:

Der Anschluss besteht aus den Wärmeleitungen, die in der Regel durch eine Kernlochbohrung mit entsprechenden abgedichteten Mehrspartenanschluss in das Gebäude geführt werden und dort durch Absperrventile den Hausanschluss bilden. Die Übergabestation ist dann das Bindeglied zwischen Nahwärmeleitung/Hausanschluss und Ihrer Hausanlage. Es ist meist ein sehr kompaktes Wandgerät mit auf jeden Fall hydraulischer Entkopplung zur Nahwärmeversorgung.

Welche Übergabestation Sie verwenden, ist bedarfsabhängig und muss jeweils mit Ihrem Heizungsbauer geklärt werden. Die Wahl der passenden Übergabestation bleibt Ihre Entscheidung bzw. die Ihres Heizungsbauers. Hierbei geht es um die Bedienung und den Anschluss an die Haustechnik und Ihre Wünsche dazu. Alle Geräte in Ihrem Haus gehören somit auch Ihnen. Unsere Zuständigkeit endet an den Absperrventilen der Fernwärmeleitungen und dem Wärmemengenzähler direkt nach dem Kelleranschluss/Hausanschluss.